Workshop, Einführung Kognitive Verhaltenstherapie in Roth/Mittelfranken

Workshop, Einführung Kognitive Verhaltenstherapie in Roth/Mittelfranken

Weiterbildung Kognitive Verhaltenstherapie

Termin am 04/05.09.2021

Herzlich Willkommen zur Einführung in die Kognitive Verhaltenstherapie.

Das Kennzeichnende aller Formen Kognitiver Verhaltenstherapien besteht im Prozess der Kognitiven Umstrukturierung, in dem die herausgearbeiteten Bewertungssysteme der Patienten auf Realitätsbezug, Logik und Funktionalität bzw. Zielgerichtetheit geprüft und die für eine emotionale Störung oder gestörtes Verhalten verantwortlichen Denkmuster modifiziert werden.

Grafik: Die Grundidee der kognitiven Verhaltenstherapie: Gedanken, Gefühle und Verhalten hängen eng zusammen
Im Unterschied zur klassischen Verhaltenstherapie bemühen sich Kognitive Verhaltenstherapeuten zunächst um die Veränderung irrationaler oder dysfunktionaler Gedankenmuster, bevor auch sie daran gehen, mithilfe strukturierter Arbeits und Übungsprogramme die auf der Einsichtsebene gewonnenen Erkenntnisse in neues, zielgerichtetes Denken und Verhalten umzusetzen. Dazu werden die Patienten in verhaltenstherapeutischer Manier ermuntert, ihr zunächst noch theoretisches Wissen durch neue Erfahrungen in Verhaltensübungen auch glauben zu lernen.
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eine erfolgreiche Kognitive Umstrukturierung fördern, sind interaktionistisch, und der Weg dorthin führt oftmals über philosophische Betrachtungen. Dieser Prozess lässt sich in fünf Phasen unterteilen und beschreiben:

  • Die Emotionsentstehung
  • Dysfunktionale Konzepte und Denkstile aufspüren, sichtbar machen. (Analyse der Emotion)
  • Identifizierte Konzepte auf Angemessenheit prüfen
  • Neue, funktionale Konzepte erstellen.
  • Neue Konzepte glauben lernen.

Dieser Workshop richtet sich an Personen, die psychotherapeutisch oder beratend im psychosozialen Sektor arbeiten oder sich hierzu in Ausbildung befinden.

Sie lernen die Basiselemente der Kognitiven Verhaltenstherapie kennen.
• das Konzept und die therapeutische Haltung
• Behandlungskonzepte und verschiedene Werkzeuge.
• das Wahrheitskonzept.
• Gesprächsführung und Disputtechniken
• das Glaubenlernen neuer Konzepte.

Diese Fortbildung umfasst 16 Themenpunkte a 45min und findet Samstags und Sonntags statt.

Der Kursabschluss ist zertifiziert bei mindestens 90% Anwesenheit bezogen auf die Kursdauer.

Dozent: Ralf Baumhöfer, Heilpraktiker für Psychotherapie

Anmeldung schriftlich: Email: ralf.baumhoefer@gmail.com

Kosten: 320 EUR, Anzahlung 50 EUR

Ort der Veranstaltung:

Schulung und Therapie Mittelfranken (Therapiezentrum Roth)

Sieh-Dich-Für-Weg 4

91154 Roth

Telefon: 09171-85 74 589

Unsere Räumlichkeiten befinden sich in der 2. Etage, ein Aufzug ist vorhanden.

Verhaltenstherapie, Entstehung in drei Akten.

Verhaltenstherapie, Entstehung in drei Akten.

Die drei Wellen der Verhaltenstherapie incl. Schematherapie

Erste und zweite Welle.

Die Verhaltenstherapie ist eine Richtung der Psychotherapie, die sich anfänglich in Abgrenzung zur Psychoanalyse entwickelt hat. Während  andere Verfahren unbewusste Vorgänge im Seelenleben betonte, wollte die Verhaltenstherapie sich nur mit solchem Verhalten befassen, das man naturwissenschaftlich nicht subjektiv beobachten kann.

Man bezeichnet dies als die erste bzw. »behavioristische Welle« der Verhaltenstherapie. Allerdings ließ sich diese Beschränkung nicht lange durchhalten und bald gab es die zweite sog. »kognitive Welle«. Hierbei wurde den dysfunktionalen Gedanken des Klienten Aufmerksamkeit geschenkt und sie wurden in psychotherapeutischer Weise verändert (z. B. durch kognitive Umstrukturierung). Der Übergang von der ersten zur zweiten Welle der Verhaltenstherapie ist einerseits erstaunlich, andererseits passt er gut zu den verhaltenstherapeutischen Grundsätzen von Konkretheit und Wissenschaftlichkeit.

Verhaltenstherapie will menschliches Verhalten möglichst konkret behandeln und dann mit empirischen Methoden wissenschaftlich untersuchen. Dabei wurden die Kognitionen immer stärker in ihrer therapeutischen Bedeutung erkannt.

Dritte Welle

Seit den 1990-er Jahren wurden von der Verhaltenstherapie auch Konzepte bzw. Therapiemethoden übernommen, die aus bis dahin verpönten Therapieschulen stammen, zum Beispiel von der Psychoanalyse, der humanistischen Therapie und von meditativen Verfahren. Es entstanden Therapieverfahren, bei denen Emotion, Achtsamkeit, Akzeptanz, therapeutische Beziehung, Meditation wichtig sind. Man bezeichnet diese neueren Methoden gerne zusammenfassend als die »dritte Welle« der Verhaltenstherapie. Allerdings ist bei diesem Bild von den drei Wellen zu beachten, dass sie sich nicht ablösen, etwa in der Art, dass das Neue das Alte ersetzt. Vielmehr ergänzen sich die verschiedenen verhaltenstherapeutischen Zugangsweisen und Methoden.

Schematherapie: Einen besonderen Stellenwert unter den neuen Therapiemethoden, die in die Verhaltenstherapie integriert wurden, hat die Schematherapie (Young, 2003) bekommen. Sie vereinigt Elemente der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse zu einem Therapieverfahren, in dem die Grundbedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden. Zentrale Frage ist: »Was braucht es wirklich, damit es dem Klienten wieder besser geht?

Bei der Schematherapie handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie, in die tiefenpsychologische Elemente, Elemente aus der Bindungstheorie, der Gestalttherapie und emotionsorientierte Interventionsstrategien eingebunden sind.

Bei einem dysfunktionalen Schema handelt es sich um ein breites, übergeordnetes Lebensmuster bzw. -thema, das ein Geflecht aus Gedanken,
Gefühlen, Körperwahrnehmungen und Erinnerungen darstellt. Durch die Arbeit an unseren Modi, emotional aufgeladenen aktuell vorherrschenden Zuständen, die durch zu einem bestimmten Zeitpunkt dominierende Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Verhaltensweisen charakterisiert sind, wird die therapeutische Arbeit im »Hier und Jetzt« erleichtert. Es kann gezielt darauf hingearbeitet werden, dass der Patient in der Therapiesitzung in einem emotionalen Zustand ist, in dem eine emotionale Verarbeitung möglich ist.

Zentrale Ziele in der Schematherapie sind die Erarbeitung und angemessene Erfüllung sogenannter Kernbedürfnisse des Patienten, um damit langfristig eine Heilung dysfunktionaler Schemata und Modi zu erreichen. Young et al. (2003) haben fünf Kernbedürfnisse definiert, die in Kindheit und Jugend von engen Bezugspersonen erfüllt werden sollten:

(1) Sicherheit/Vorhersagbarkeit/Liebe/Bindung
(2) Autonomie/Kompetenzgefühl
(3) Freiheit, eigene Gefühle auszudrücken und diese validiert zu bekommen
(4) Spiel/Spontanität
(5) Das Erleben realistischer Grenzen

Die angemessene Erfüllung dieser Kernbedürfnisse in Kindheit und Jugend, so die Theorie der Schematherapie, ermöglicht ein gesundes Reifen der Persönlichkeit und eine stabile psychische Gesundheit im Erwachsenenalter. Gerade Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und anderen chronischen psychischen Erkrankungen haben in vielen Fällen erlebt, dass diese Kernbedürfnisse in Kindheit und Jugend aus verschiedenen
Gründen (z. B. Krankheit oder Tod von wichtigen Bezugspersonen, Vernachlässigung, Missbrauch etc.) nicht oder nicht ausreichend erfüllt wurden. Dementsprechend haben sie auch nicht gelernt, diese Bedürfnisse im Erwachsenenalter wahrzunehmen und selbst Sorge dafür zu tragen, dass sie angemessen erfüllt werden. In diesem Kontext spielt die besondere Therapiebeziehung in der Schematherapie, das sogenannte Limited Reparenting (übersetzt mit »begrenzte Nachbeelterung« oder »begrenzte elterliche Fürsorge«) eine wichtige Rolle. Im Rahmen des Limited Reparenting stellt der Therapeut ein Modell einer Bezugsperson dar, die dem Klienten als Kind gefehlt hat, und ist damit gleichzeitig ein Modell für den Modus des gesunden Erwachsenen des Klienten. Das heißt, der Therapeut verhält sich begrenzt wie ein »guter Elternteil«, der dem Klienten hilft, seine Bedürfnisse wahrnehmen zu lernen und sie sich entsprechend in adaptiver und angemessener Weise erfüllen zu können.

Die Schematherapie zielt auf langfristige und stabile Veränderung in der Symptomatik eines Klienten und die Verbesserung seiner Lebensqualität.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Herzliche Grüße, Ralf Baumhöfer

 

 

Muskelentspannung nach Jacobson

Muskelentspannung nach Jacobson

Audio zur progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson

Immer mehr Menschen besuchen Kurse für das Entspannungstraining. Das in Deutschland entwickelte Autogene Training und die aus den USA stammende Tiefmuskelentspannung (Progressive Relaxation) sind unter der Vielzahl der verschiedenen Entspannungsmethoden am weitesten verbreitet und am besten erforscht. Für beide Methoden ist der Gedanke der Selbststeuerung und Selbstverantwortung wesentlich. Es soll keine Abhängigkeit von einem Therapeuten aufgebaut werden, vielmehr geht es um eine Hilfe zur Selbsthilfe. Entspannungstraining kann die Fähigkeit verbessern, Alltagsbelastungen günstig zu bewältigen, es kann die Gesundheit stärken und die Lebensqualität erhöhen. Dabei darf Entspannungstraining natürlich nicht als ein allumfassendes Patentmittel zur Lösung aller Lebensprobleme missverstanden werden. Aber das regelmäßige Praktizieren des Training ist im Sinne eines gesundheitlichen Schutzfaktors ein wichtiger eigener Beitrag, um die seelische und körperliche Gesundheit zu schützen und zu stärken. Die Progressive Relaxation wird immer beliebter. Kursteilnehmer schätzen die Methode wegen des pragmatischen und handfesten Charakters. Während beim Autogenen Training in aller Regel viel Geduld bis zu den ersten spürbaren Wirkungen aufgebracht werden muss, werden bei der Progressiven Relaxation meist bereits nach den ersten Übungen Entspannungsempfindungen wahrgenommen. Dieses spricht Menschen an, die sich stärker angespannt fühlen oder durch Schmerzen belastet sind. Immer häufiger werden auch Kurse angeboten, die beide Methoden kombinieren und somit die Vorteile beider Verfahren nutzen.

Psychologische Entspannungsmethoden haben in den letzten Jahren im Sinne einer Therapie oder Vorbeugung an Bedeutung gewonnen.

Als zertifizierter Entspannungstrainer, habe ich hier ein Audio für unsere Klienten und Kursteilnehmer erstellt und die Übung von 16 auf 7 Muskelgruppen reduziert.

Die Durchführung dieser von mir angeleiteten Übung, obliegt Ihrer alleinigen Verantwortung, wenn Sie in ärztlicher, oder therapeutischer Behandlung sind, ist es notwendig, dass Sie mit Ihrem Behandler besprechen, ob die Muskelentspannung nach Jacobson für Sie geeignet ist. Viel Spaß bei Ihrer Entspannung.

Herzliche Grüße, Ralf Baumhöfer

 

 

 

Resilienz

Resilienz

Resilienz ist zurzeit in aller Munde und doch wissen viele gar nicht so ganz genau, was Resilienz genau bedeutet. Klassischerweise ist ein Stehaufmännchen das Sinnbild für Resilienz, denn was immer dem Stehaufmännchen widerfährt, es steht wieder auf. Auch aus dem tiefsten Tief erholt es sich schnell und bleibt nicht einfach am Boden liegen, sondern kommt wieder in Balance.

Die Fähigkeit zu innerer Stärke wird in der Psychologie als Resilienz beschrieben. Resiliente Menschen können auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel reagieren, eine wichtige Fähigkeit, vor allem wenn der äußere und innere Belastungsdruck steigt.

Der gesunde Umgang mit Krisen

Kriesen sind ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.

Was sind Krisen? Nun, das liegt im Auge des Betrachters. Es gibt nicht die Krise, doch in jedem Leben gibt es Krisen. Und wenn man ihnen, wie Frisch es sagt, den Beigeschmack der Katastrophe nimmt, dann sind Krisen die Ausgangspunkte für persönliches Wachstum und unsere Entwicklung auf unserem Lebensweg. Und das ist wichtig für uns und unsere persönliche Entwicklung als Mensch. Sicher ist eine Krise weitaus tiefergehend als ein Problem oder nur Stress, denn charakteristisch für Krisen ist, dass wir das Gefühl haben, sicheres Terrain zu verlassen und keinen festen Boden mehr unter unseren Füßen spüren. Kurt Lewin spricht in seiner Feld-theorie bei den Krisen, die wir durch die Übergänge von einer Lebensphase in die nächste haben, davon, dass wir uns dadurch auf »weichem Grund« bewegen. Einige Klienten von mir berichten, dass sie sich in Krisen so vorkämen, als würden sie wie in einer Schneekugel durchgeschüttelt, weil sie nicht mehr wüssten, wo oben und wo unten ist. Das ist kein gutes Gefühl! Jeder von uns kennt es, denn Krisen sind nun einmal Teil des Lebens. Und wenn wir ehrlich sind: Ohne Krisen gäbe es kein Wachstum, keine Entwicklung und keine Veränderung. »Ich krieg die Krise« – wenn wir das sagen, dann meinen wir nicht die Krisen, von denen hier die Rede ist. In echten Krisenzeiten sehen wir uns vor die Herausforderung gestellt, Entscheidungen zu treffen, die uns aus der Krise heraus bringen sollen, damit wir uns nicht mehr so ausgeliefert und hilflos und auch nicht als Opfer fühlen. Wir möchten die Dinge, oder besser gesagt, unser Leben in die Hand nehmen. Diese psychischen Krisen können völlig unterschiedliche Auslöser haben. Doch bei aller Unterschiedlichkeit ist ihnen eines gemeinsam: Sie stellen für uns belastende Situationen dar, aus denen wir meinen, keinen Ausweg finden zu können.

Und das ist das Entscheidende: Nicht die Situation an sich, nicht der Stressor und nicht die Belastung, sondern unser subjektives Empfinden, es nicht handhaben zu können. So ist Stress auch nicht gleich Stress. Einzig relevant ist im Zusammenhang von belastenden Lebenssituationen, wie das Individuum sie betrachtet. So erklärt sich auch, dass belastende Lebensumstände subjektiv völlig unterschiedlich aufgefasst werden. Was für den einen wie das Ende der Welt scheint, lässt andere nahezu unberührt. Wenn wir uns die Frage danach stellen, warum das so ist, dann kommen wir zum Thema Resilienz. Warum können einige von uns die schwierigsten Situationen meistern, wohingegen andere schon beim „wie es scheint“ kleinsten bisschen kraftlos werden und kaum die Kraft finden, wieder aufzustehen!?

Die Antwort: Die einen kommen bei der Bewertung der Situation zu dem Schluss, dass sie einen Ausweg finden und eine Lösung parat haben, während die anderen den subjektiven Eindruck haben, diesem Stressor nichts entgegensetzen zu können. Das trifft auch bei ganz elementaren Krisen im Laufe des Lebens zu, z.B. beim Tod eines geliebten Menschen, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder schwerer Krankheit. Wenn wir wissen, was zu tun ist, dann bedeutet das, dass wir in der Situation oder bei dem eingetretenen Ereignis eine geeignete Bewältigungsstrategie kennen. Erst wenn das nicht der Fall ist, geraten wir subjektiv in eine Krise.

Wenn wir zu der Schlussfolgerung kommen, dass wir angemessen reagieren können, dann werden wir uns nicht bedroht, sondern uns der Situation gewachsen fühlen. In diesem Zusammenhang bedeutet Resilienz, dass uns angemessene, ausreichende und hilfreiche Verhaltens- und Denkweisen zur Verfügung stehen, mit denen wir die Situation bzw. das Ereignis managen können. Wir vertrauen darauf, dass wir wieder aufstehen, weil wir wis-sen, dass wir dazu in der Lage sind. Weil wir wissen, dass uns nichts so anhaben kann, dass es uns dauerhaft zu Boden wirft. Resiliente Menschen gehen davon aus, dass sie immer wieder aufstehen, weil sie an sich glauben, das Leben feiern, sich nicht unterkriegen lassen wollen. Kurzum, sie halten auch dem stärksten Sturm stand.

Gerne erarbeite ich mit Ihnen zusammen, Ihren Weg bis dorthin. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Herzliche Grüße, Ralf Baumhöfer

Supervision in Roth

Supervision Psychotherapie

 

Supervision dient dem fachlichen Begutachten und Entwickeln der eigenen psychotherapeutischen oder beraterischen Tätigkeit.

Bitte erstellen Sie als Behandler vor unserer Sitzung einen Bericht über den akuten Zustand des Patienten in Form einer Emotionsanalyse.

Zunächst steht die Schilderung der konkreten Krisensituation im Vordergrund, wir lernen unterschiedliche Emotionen kennen um zu verstehen, dass die subjektive Sichtweise dafür verantwortlich ist, wie es dem Betroffenen in einer Situation geht, was das zudem mit seinem Verhalten macht.

Schreiben Sie zunächst auch einmal alles, was Sie in der Supervision besprechen möchten und fassen Sie zusammen….

Meine drei hauptsächlichen Schwierigkeiten/Fragen sind:
(1)
(2)
(3)
Überlegen Sie nun bitte, was Sie benötigen, um weiterzukommen:
(1)
(2)
(3)
Und überlegen Sie jetzt bitte noch, was Sie bisher daran gehindert hat, Ihre Fragen und Schwierigkeiten
anzugehen:
(1)
(2)
(3)

Ich freue mich auf Ihren Besuch in meiner Praxis.

Perfektionistisch

Perfektionistisch

Als Perfektionisten gelten Menschen, die extrem hohe Maßstäbe an Handlungen oder Entscheidungen anlegen. Sie müssen in der bestmöglichen,  vollkommenen, auf jeden Fall fehlerfreien Weise ausgeführt, bzw. gefällt werden. Gewöhnlich richten sich diese perfektionistischen Ansprüche dabei auf die eigenen Tätigkeiten, aber häufig werden diese ehrgeizigen Ansprüche auch an Mitmenschen gestellt:

Ich unterscheide hier zwischen gesellschaftlichem und krankhaftem Perfektionismus, denn dieser hat psychische Folgen, also erzeugt Leidensdruck beim Betroffenen.

Krankmachender Perfektionismus ist also, wenn man es nicht lassen kann, seinen extrem hohen Ansprüchen nachzustreben, egal welche Folgen drohen, und der vom Erfolg seine ganze Selbstbeurteilung abhängig gemacht hat, erfüllt er die Ansprüche, dann steht er als Held da, scheitert er an ihnen, steigt er zum kompletten Versager ab. Ein risikoreicher und dramatischer Entwurf. Therapeutisch schlägt sich dieser klinisch relevante Perfektionismus meist als eine Gruppe  zusammenhängender kognitiver Grundannahmen nieder, z. B. als die Überzeugung, dass es

  • für alles eine perfekte Lösung gibt, dass es
  • möglich sowie
  • dringend erstrebenswert ist, eine Sache
  • perfekt (= fehlerfrei) zu machen, – und zudem, dass
  • selbst kleine Fehler gravierende Konsequenzen für den Selbstwert haben werden.

Perfektionisten stehen sich also auf eine sehr spezifische Weise bei ihrem Streben nach Vervollkommnung selbst im Weg.

Meine Therapie zielt darauf ab, diese Unbeholfenheit zu beseitigen, neue Sichtweisen und Verhaltensmuster neu zu erlernen. Wir machen die Problematik anhand eines Erklärungsmodell sichtbar, analysieren den emotionalen Leidensdruck und üben realistische Bewertungen und Gedanken, in Verbindung mit Gefühlsreaktionen ein.

Ich berate Sie gern dazu in einem Erstgespräch.

Herzliche Grüße

 

 

 

Selbsthilfegruppe für Angehörige

Selbsthilfegruppe für Angehörige

Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit psychischen Belastungen im Landkreis Roth

**Neu** Ab dem 01.07.2020 im Therapiezentrum Roth.

Ich möchte Ihnen in einem geschützten Raum, in der Gruppe als Moderator und Ansprechpartner zur Seite stehen, auch besteht die Möglichkeit für Einzelgespräche. Es geht hier nicht um eine Psychotherapie, wir verstehen uns als Trainingsgruppe für betroffene Angehörige psychisch belasteter Menschen die professionell, therapeutisch begleitet wird. Hier dürfen Erfahrungen im Zusammenleben ausgetauscht werden.

Wie reagieren Sie, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin, oder eine andere nahestehende Person traurig ist und weint?

Sie zeigen Mitgefühl, erkundigen sich, was Sie zur Entlastung tun können und versuchen, den anderen wieder aufzubauen. Das tun wir alle und das ist auch gut so! Sie werden die Erfahrung gemacht haben das sich diese Situationen jeden Tag ergeben, Sie also täglich unterstützen und Ihre ganze Energie für Ihren Angehörigen geben. Wie reagieren Sie jetzt?

Sie merken sicherlich, dass Sie Ihr Mitgefühl, Ihr Angebot zur Entlastung, und Ihre Gesprächsbereitschaft nicht in gleicher Weise und vor allem nicht mit gleicher Kraft, über Tage und Wochen aufrechterhalten können. Was hier passiert, ist ein Dilemma für psychisch kranke Menschen und deren enge Angehörige.

Akute Situationen, z.B. eine Depression, dauern länger als Stunden oder Tage.

Zuwendung und Hilfe tun dabei auch gut, doch die Angehörigen und Freunde werden von der Niedergeschlagenheit und der von ihnen gezeigten Zuwendung, vor allem wenn sie nicht den erhofften dauerhaften Erfolg zeigt, belastet, ja oft sogar überfordert. Es ist eine normale Reaktion, dass wir auf Misserfolge frustriert reagieren, uns von Überforderungen und Negativem zurückziehen. Dies passiert auch Angehörigen und Freunden von depressiven Menschen. Länger anhaltende psychische Störungen bewirken also, dass andere sich von einem zurückziehen oder frustriert reagieren. Man kann sagen, dass die Krankheit dazu führt, dass andere Menschen sich von einem abwenden. Damit gehen jedoch dem betroffenen Menschen angenehme Erfahrungen, Unterstützung und Hilfe verloren, was zu weiterem Verstärkerverlust führt. Dieser Teufelskreis  kann dazu führen, dass das Verhältnis innerhalb einer Partnerschaft oder einer Familie, doch auch zwischen Freunden vergiftet wird, Konflikte entstehen, ein vorwurfsvoller Ton sich in den Alltag einschleicht. Was dann für den betroffenden Menschen zur Belastung und Auslöser für noch tiefere Verzweiflung und Resignation wird.

Wissenschaftler stimmen darin überein, dass die Entstehung von psychischen Krankheiten in der Regel das Ergebnis einer längeren, vielleicht über das gesamte Leben sich erstreckenden Entwicklung ist.

Personen, die eine Bereitschaft, (wir sprechen heute von „Vulnerabilität“ oder „Verletzbarkeit“) sind entsprechend psychisch belastet. Diese Verletzbarkeit kann aus vielen Quellen stammen, wie Erfahrungen, Traumatisierungen und Lernen im Laufe des Lebens (bis zurück in die Kindheit). Es können angeborene oder erworbene Stoffwechselstörungen, ungünstige Hirnstrukturen sein. Erfahrungen in der Familie, in der Ehe, im Beruf oder erlebte Notzeiten behindern adäquate Entwicklungen und führen zu fehlerhaften, ungünstigen Verarbeitungsmustern, Verschaltungen und Hirnstrukturen. Fertigkeiten, Stärken, Bewältigungsformen konnten nicht angemessen gelernt werden. Chronische oder einzelne heftige Belastungen erschöpfen das Nervensystem und machen mürbe. Mit fortschreitendem Alter verändern sich Hirnstrukturen, Stoffwechselprozesse und die seelischen Reserven. Dadurch wird man für negative Erfahrungen verletzlicher und Hilflosigkeit stellt sich ein.

Wir treffen uns jeden Donnerstag um 19 Uhr, für ca.120 min in unserer Praxis im Therapiezentrum Roth.

Die Termine sind fortlaufend und können nach Lust und Laune genutzt werden.

Wir beginnen ab dem 01.07.2020

Die Gebühr liegt bei 20 EUR/Teilnehmer und Abend.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 10 begrenzt.

Alles was bei uns besprochen wird, fällt selbstverständlich unter die Schweigepflicht.

Bei Interesse melden Sie sich einfach per Mail: ralf.baumhoefer@gmail.com

oder telefonsich unter unserer Büronummer:
09171 / 85 74 58 9

Herzliche Grüße,
Ralf Baumhöfer

Onlinetherapie

Onlinetherapie

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit der Videosprechstunde

Onlineberatung und -Therapie wird unter datenschutzrechtlichen Bedingungen ebenfalls angeboten, sprechen Sie mich hierzu gerne telefonisch oder persönlich an.

Die Video-Sprechstunde von „Doctena“ erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit. Der Zertifizierungsprozess für die Anerkennung der Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen soll zeitnah abgeschlossen werden. Für Selbstzahler und privatversicherte Patienten ist dies natürlich nicht notwendig.“

Hier sehen Sie ein Erklärungsvideo zum Ablauf, bitte klicken Sie dazu auf den Link, sie werden zu Youtube weitergeleitet. https://www.youtube.com/watch?v=s24v5SblVrY&feature=youtu.be

Unten auf Startseite finden Sie unsere Onlineterminierung Doctena, wählen Sie sich dazu Ihren Besuchsgrund, klicken Sie auf Videosprechstunde und reservieren sich Ihren Termin, Sie bekommen daraufhin eine Bestätigung. Danach werde ich Sie persönlich anrufen, oder per Mail kontaktieren um den gemeinsamen Ablauf abzusprechen.

Sie können sich Ihren Termin aber auch telefonisch reservieren! Termine sind auf Anfrage auch zwischen Mo-Do. möglich.

Die Videosprechstunde dauert 50 Minuten und kostet 50 EUR die per Überweisung oder Paypal vorab zu leisten sind.

Für weiter Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,

Ralf Baumhöfer

 

 

Das Coronavirus und die Psyche

Das Coronavirus und die Psyche

Was du gegen Sorgen und Ängste tun kannst

Bewahrt Ruhe!

Ja, das ist natürlich leicht gesagt und schwer getan. Aber es gibt zumindest ein paar Möglichkeiten, die wir alle ausprobieren können, wenn wir merken, dass die Panik in uns aufsteigt. Zum einen: ruhig atmen. Sich ein paar Minuten auf den eigenen Atem konzentrieren und ganz bewusst ein- und ausatmen. Auch progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Meditationsübungen können helfen.

Meditationsapps sind doch total angesagt zur Zeit. Allerdings bezweifle ich stark, dass wirklich viele Menschen weiter als bis zum Download der App gekommen sind. Jetzt wäre ein super Zeitpunkt, sich jeden Morgen hinzusetzen und loszulegen“

Bewegt Euch!

Gerade depressiven Menschen wird sportliche Betätigung von Psycholog/innen dringend empfohlen. Bewegung ist für das mentale Wohlbefinden von entscheidender Bedeutung. Wer also jetzt zwangsweise auf den regelmäßigen Fitnessstudio- oder Sportkursbesuch verzichten muss, dem*der fällt ein wichtiger Pfeiler der Self care weg.

Und auch wenn ihr eigentlich am liebsten gerade Indoor-Spinning oder Thaiboxen machen würdet: Gebt euch einen Ruck und probiert mal etwas anderes aus. Joggen und Radfahren tun auch gut, gerade jetzt, wo in vielen Teilen von Deutschland die Sonne scheint und schon wärmere Temperaturen herrschen. Auch spazieren gehen kann gut tun. Und auf YouTube oder in unzähligen Apps findet ihr Anleitungen zum Heim-Sporteln, von Yoga bis zum Training mit dem eigenen Körpergewicht.

„Am besten wäre: Alle holen sich einen Hund. Die Bewegung kommt dann automatisch und man ist ständig in der Sonne und an der frischen Luft“,

Bleibt bei euren Routinen!

Wenn der Alltag so durcheinandergewirbelt wird und die eigenen Routinen wegfallen, kann das für viele ganz schön destabilisierend wirken. Deshalb: Versucht, so gut es geht an euren Routinen festzuhalten. Wenn ihr im Homeoffice seid: Steht zur gewohnten Zeit auf, macht euch fertig, als würdet ihr auf die Arbeit gehen, haltet eure Essens- und Schlafzeiten ein. Und nehmt die Verabredungen wahr, die ihr sonst auch treffen würdet. Macht einfach digitale Dates daraus.

„Sicherheit und Stabilität sind für die meisten Menschen mit und ohne psychische Vorerkrankungen wichtig. Vorhersehbarkeit senkt Ängste

Gegen das Stigma!

Wer selbst von Corona betroffen ist, oder Freund/innen hat, die betroffen sind, wird vielleicht auch angefangen haben, unter der Stigmatisierung zu leiden.

Die WHO empfiehlt daher allen, mit Corona infizierte Menschen nicht als „Corona-Opfer“ oder „Corona-Fälle“ zu bezeichnen, sondern als „Menschen mit Corona“ oder „Menschen, die wegen Corona in Behandlung sind“.

Holt euch Hilfe und helft anderen!

Für viele psychisch kranke Menschen ist es sehr, sehr schwer, um Hilfe zu bitten. Anderen Menschen zu sagen, dass es ihnen nicht gut geht. Dass sie psychische Probleme haben. Der Appell von Psycholog*innen lautet aber insbesondere jetzt: Sagt es! Sprecht Freund*innen an, schreibt auf Social Media von euren Ängsten, teilt eure Sorgen und bittet andere um Hilfe.

„Ich bin gespannt, wie sich die psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung in den nächsten Wochen entwickelt. Hoffentlich kommen die Krankenkassen zu unbürokratischen Lösungen, wenn es zum Beispiel darum geht, ob ambulante Psychotherapien ausnahmsweise am Telefon durchgeführt werden dürfen. Darüber hinaus ist es jetzt natürlich total wichtig, dass alle ihre sozialen Ressourcen aktivieren. Ruft eure Freund*innen an, wenn ihr euch unwohl fühlt. Die sitzen ja wahrscheinlich auch zu Hause rum. Und ganz wichtig: Ruft eure Freund*innen an, denen es vielleicht nicht so pralle geht, und kümmert euch. Seid einfach besonders lieb zueinander in den nächsten Wochen“,

Es tut einem auch selbst gut, anderen Menschen zu helfen. Hilfe anzubieten und zu leisten stützt die eigene mentale Gesundheit. Wenn ihr es könnt, bietet also Hilfe an. Vielleicht mit einem Zettel im Hausflur oder mit einem Telefonat im Verwandtenkreis. Auf lokaler Ebene organisieren sich derzeit viele Menschen in Hilfegruppen auf Social Media oder bei Telegram. Vielleicht mögt ihr euch solch einer Gruppe anschließen und eure Hilfe anbieten.

Quelle: Zeit.online

Coronavirus Hygieneleitfaden für unsere Praxis

Coronavirus Hygieneleitfaden für unsere Praxis

Warum ein Hygieneleitfaden für die psychotherapeutische Praxis?

Liebe Patienten,

es finden alle Termine wie bisher statt.

Wir sind eine Bestellpraxis, es findet kein Körperkontakt statt, ein entsprechender Abstand ist immer gewährleistet.

Aufgrund der besonderen Situation biete ich Ihnen aber an, bereits vereinbarte (Gesprächs-)Termine telefonisch wahrzunehmen.

Sollten Sie Ihren Termin nicht wahrnehmen wollen (wofür ich volles Verständnis habe), bitte ich um frühestmögliche Absage damit ggf. jemand anderes diesen in Anspruch nehmen kann.

Hygieneleitfaden für unsere Praxis:

Für eine Einrichtung im Gesundheitswesen ist der Begriff „Hygiene“ kein fremder Begriff. Überall, wo erkrankte Menschen eine Ärztin/einen Arzt oder eine Therapeutin/einen Therapeuten aufsuchen, spielt der Infektionsschutz eine wichtige Rolle.

Trotzdem ist nicht jeder Patient/jede Patientin gleich infektiös und nicht jede Patientenbehandlung mit einem Infektionsrisiko für Patienten, Behandler/Therapeuten oder für Dritte verbunden.

Daher stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat die Hygiene für eine Psychotherapiepraxis?

Ein allgemeingültiges Hygienekonzept, das jede Psychotherapiepraxis übernehmen kann, gibt es nicht. Jede Praxis muss für sich analysieren, ob und welche Infektionsrisiken und Gefährdungen in der eigenen Einrichtung bestehen. Das ist immer abhängig von den Patienten, die zur Therapie kommen und ihren Erkrankungen, von ausgeführten Tätigkeiten, manchmal von Baulichkeiten und ob Dritte, z. B. Beschäftigte geschützt werden müssen. Hygiene in einer Erwach-senen Psychotherapiepraxis mit vielen chronisch erkrankten Patienten oder mit bekannt infektiösen Patienten erfordert andere Standards als die Hygiene einer Kinder- und Jugend-lichenpsychotherapiepraxis. Eine systematische Analyse wird immer ein individuelles, auf die Bedürfnisse der Praxis angepasstes Paket an Hygienemaßnahmen ergeben.

Onlinespielsucht / Internetsucht

Onlinespielsucht / Internetsucht

Suchtentwicklung

Es gibt unterschiedliche Modelle für die Entstehung einer Sucht. Während  psychologische Modelle vor allem auf Lern-, Bewältigungs-, konfliktdynamische, motivationale oder persönlichkeitsorientierte Aspekte fokussieren, stehen in  biologisch orientierten Modellen Veränderungen der Hirn- und Körperorganik im Vordergrund.

Soziologische Modelle wiederum betonen soziale Einbettungen des Suchtgeschehens, wozu auch die „Definition“ einer Sucht gehört. Das betrifft die Drogenpolitik einer Regierung, zeitliche Besonderheiten des legalen und illegalen Drogenmarkts (z.B. Erscheinen und Wandlungen der Alkopops) oder die Verfügbarkeit von Substanzen, eben aber auch die tolerierte Intensität des spielens.

Die Veränderung persönlicher und gesellschaftlicher Lebensrealitäten hat sich insbesondere durch die Technisierung und vor allem durch jederzeit verfügbare Computer- bzw. Internet-Anwendungen in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten zunehmend beschleunigt. Gerade in Bezug auf die Nutzung von Internet-Angeboten ist ein stetiger Anstieg über alle Altersgruppen hinweg zu verzeichnen.

Die technische Weiterentwicklung im Bereich der Prozessorgeschwindigkeit, aber auch der grafischen Darstellung machen dabei spezifische Anwendungen für Nutzer zunehmend attraktiver. Über das Internet spielbare Computerspiele und insbesondere die Multiplayer Online Games scheinen aufgrund ihrer Charakteristik eine besondere Attraktivität zu haben.

Die Spiele charakterisieren sich durch eine 24-stündige Verfügbarkeit des Spieles über das Internet, das gemeinsame Spiel in Echtzeit, die Organisation der Spieler in Gruppen von Spielern (Gilden) und eine hohe Spielbindung durch soziale Verpflichtungen innerhalb der Spielgruppe. Dabei spielt jeder Nutzer innerhalb des Spieles mit einer eigenen Spielfigur (Avatar), die nicht nur durch Rollenzuschreibung mit spezifischen Aufgaben , sondern auch mit bestimmten Charaktereigenschaften versehen ist. Bezüglich der Frage der Übernahme von Rolleneigenschaften der eigenen Spielfigur existieren Hinweise, dass abhängiges Spielen von Online-Rollenspielen gerade mit dem Ausmaß der Identifikation mit den Charaktereigenschaften der eigenen Spielfigur korreliert sein könnte

Schleichend, durch die Gewöhnung entsteht eine Sucht.

  • Der Internet-Gebrauch wird fortgeführt trotz der Absicht, ihn zu beenden.
  • Der Internet-Gebrauch dominiert das Verhalten und Denken.
  • Es werden unangenehme emotionale Zustände erfahren, wenn das Internet nicht genutzt werden kann.
  • Das Internet wird genutzt, um negative emotionale Zustände zu mildern.
  • Die Internet-Nutzung führt zu intra- oder interpersonellen Konflikten.

Während zu Beginn der Abhängigkeitsentwicklung die primär positive Wirkung der Internet- bzw. Computerspielnutzung eine bedeutende Rolle spielen sollte, geraten Betroffene nach dem Modell längerfristig in einen Teufelskreis aus langfristig negativen Konsequenzen z.B. soziale Isolation, Verschlechterung schulischer Leistungen, Verschlechterung der Depressivität, Exazerbation sozialer Ängstlichkeit, die wiederum durch neuerlichen Internet- bzw. Computerspielgebrauch kompensiert und damit negativ verstärkend aufrecht erhalten werden. Die Entwicklung einer Abhängigkeit könnte so bei einem Betroffenen, der über die Phasen des zunächst regelmäßigen, riskanten und dysfunktionalen Konsums im Sinne einer Nutzung des Mediums zur Affektregulation zu einem missbräuchlichen im Sinne der Fortführung des Verhaltens trotz wiederholt negativer undschädlicher Konsequenzen und dann abhängigen Konsum im Sinne der oben dargestellten diagnostischen Kriterien übergeht.

Video- und Computerpielsucht gilt auch offiziell als Krankheit. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun auf einer Tagung (20.05.2019) in Genf bestätigt. Damit findet sich im neuen internationalen Katalog der Krankheiten (genannt International Classification of Diseases oder ICD-11, umfasst knapp 55.000 Krankheiten) nun auch ein Eintrag für die sogenannte »Gaming Disorder«.

Konkret ändern wird sich durch die Entscheidung der WHO laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass in Deutschland nun entsprechende Behandlungen der Krankheit möglich sein müssen. Vor allen Dingen müssten Therapien gegen diese Krankheit auch durch gesetzliche Krankenkassen finanziert werden. Wer also an einer Videospielsucht leidet, muss die Behandlung künftig nicht mehr allein bezahlen.

Gegenwertig leider noch nicht der Fall. Die WHO stimmt über neuen Katalog der Krankheiten ab

Original-Meldung vom 20.05.2019:
Bei der Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf findet noch in dieser Woche eine Abstimmung darüber statt, ob »Gaming Disorder«(Videospiele-Krankheit oder Spielsucht) in Zukunft final in den Krankheiten-Katalog ICD-11 aufgenommen wird.
Wir hatten bereits letztes Jahr berichtet: Erstmals 2017 hatte die WHO Sucht nach Videospielen als psychische Störung vorläufig anerkannt. Mit der Veröffentlichung der elften Iteration des Katalogs International Classification of Diseases (ICD-11) im Jahr 2018 war diese finale Krankheit nicht offiziell.

Für die ambulante Behandlung von Patienten mit Internet- und/ oder Computerspielsucht existieren erste deutschsprachiges manualisiertes Behandlungsprogramme in Form der Kurzeittherapie.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Herzliche Grüße, Ralf Baumhöfer

 

 

 

 

 

Lebensziele

Lebensziele

Ziele

Praxis für Psychotherapie (Heilpraktikergesetz) im Raum Nürnberg, Roth, Weißenburg

Haben Sie auch schon einmal über den Sinn Ihres Lebens nachgedacht?

Darüber, wozu das alles gut sein soll? Sind Sie sich auch manchmal darüber unklar, was richtig und falsch, was gut oder schlecht für Sie ist? Nun, diese Fragen betreffen uns alle und wohl dem, der für sich sinnvolle Antworten darauf gefunden hat.

Er wird zufriedener und gelassener mit sich und seinem Dasein sein. Allerdings kann es auch zu schweren emotionalen Problemen wie Selbstunzufriedenheit, Niedergeschlagenheit und Angst und damit zu ausgeprägtem Stress führen, wenn die Antworten auf obige Fragen weniger sinnvoll ausfallen.

Dies ist z.B. regelmäßig der Fall, wenn die Vorhaben nicht aus eigener Kraft erreichbar sind, wenn man nicht den dafür notwendigen Einsatz leisten mag oder wenn sie sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Es geht darum herauszufinden, wie man eigene Ziele und Wertvorstellungen auf ihre Konsequenzen hin überprüft, wie man ungünstige Ziele ablegt und neue, für die eigene Lebensphilosophie angemessene eigenverantwortlich erstellt. Eine Therapie ist für all diejenigen sinnvoll, die mit ihrem momentanen Zustand unzufrieden sind oder deswegen sogar stark unter Ängsten, Unzufriedenheit oder Niedergeschlagenheit leiden.

Was man über Ziele wissen sollte

Bevor wir uns mit dem Prüfen und Planen von Zielen beschäftigen, betrachten wir zunächst, wozu Ziele überhaupt nötig sind, welche unterschiedlichen Ziele es gibt, welche davon schädlich sind und welche Konsequenzen durch schädliche Ziele erwachsen. Anschließend gehen wir der Frage nach, wieso es keine erkennbaren allgemein gültigen richtigen Ziele gibt.

Wozu dienen Ziele?

Wann sind Handlungen sinnvoll? »Hallo, können Sie mir sagen, ob ich hier richtig abgebogen bin?« Leider nicht. Denn selbst wenn der Befragte noch so ortskundig ist: Um entscheiden zu können, ob jemand auf dem richtigen Weg ist, müsste man natürlich zunächst dessen Ziel kennen. Und das gilt auch für einen selbst: Wir wissen nur dann, ob wir gerade das Richtige tun, wenn wir dafür einen Maßstab besitzen. Diese Messlatte besteht in unseren persönlichen Zielen.

Erst wenn man festgelegt hat, wo man irgendwann ankommen möchte, kann man damit beginnen, es auch mehr oder weniger konsequent und zielgerichtet zu verfolgen. Für viele Menschen erscheint das unmöglich geworden. Wir trainieren in der Therapie neue Wege zu erkennen, überprüfen Ziele auf erreichbarkeit und lernen neue Mögmichkeiten.

Sehr gerne berate ich sie dazu in einem Erstgespräch.

 

 

 

 

 

Hypochondrie und Krankheitsangst

Hypochondrie und Krankheitsangst

 

Hauptmerkmal der Hypochondrie ist die Angst oder Überzeugung, an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden, ohne dass eine derartige Befürchtung durch einen medizinischen Befund gestützt wird.

Häufig befürchtete Krankheiten sind Krebs, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Aids und neurologische Erkrankungen, wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Demenzerkrankungen. Die Belastung durch diese Sorgen und Ängste ist in ihrem Ausmaß recht unterschiedlich und reicht von leichten Beeinträchtigungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit, massiven depressiven Zuständen als Folgestörung und stationären Klinikaufenthalten. Als Trigger für diese Ängste gelten körperliche Empfindungen, Veränderungen oder Auffälligkeiten, die als Zeichen für die befürchtete Krankheit angeführt werden. Das Erscheinungsbild ist vielfältig.

Die Aufmerksamkeit Krankheitsängstlicher richtet sich besonders auf den eigenen Körper, die ängstigenden Symptome, sowie Informationen, die sich auf ernste Erkrankungen beziehen. Sie registrieren kleinste körperliche Veränderungen. Dementsprechend können die Patienten ihre Symptome meist in detaillierter Weise beschreiben und kennen auch detaillierte Nuancen dieser Empfindungen. Meist entwickeln sich bei den Patienten zudem Vorstellungen über die körperlichen Schädigungen. Diese sind nicht selten unzutreffend, häufig dramatisch und zuweilen sogar absurd,

Studien bestätigen, dass die Patienten sehr häufig die Rückversicherung bei Medizinern suchen. Eigenen Daten zufolge berichten hoch krankheitsängstliche Personen über etwa 24 Arztkontakte im Jahr (Bleichhardt und Hiller 2006). Stationär behandelte Hypochondrie-Patienten gehen durchschnittlich sogar 58 Mal im Jahr zum Arzt (Bleichhardt et al. 2005). Würde die ärztliche Rückversicherung auch zu langfristigen Erfolgen führen, wären die Zahlen vermutlich längst nicht so hoch: Ein weiteres wichtiges Merkmal der Hypochondrie ist, dass Rückversicherung nicht endgültig beruhigt. Sehr bald entstehen bei den Patienten wieder Zweifel, ob nicht doch etwas übersehen wurde. Was den Patienten längerfristig helfen könnte, ist eine Psychotherapie. Der Arzt, der seinem Patienten eine Therapie nahe legen möchte, hat es allerdings nicht leicht und wird sehr schnell missverstanden und leider ist der Anteil an Gesprächsführung und psychologischen Erklärungsmodellen im Medizinstudium immer noch gering.

Doctor Hopping Da es den Patienten oft peinlich ist, ständig den gleichen Arzt aufzusuchen und sie zudem die Erfahrung machen, dass sie von Mal zu Mal oberflächlicher untersucht werden, bleiben sie nicht bei einem Allgemeinarzt oder Internisten, sondern suchen weitere Ärzte dieser Fachrichtungen sowie andere Fachärzte auf. Den häufigen Arztwechsel bezeichnet man in der englischen Fachsprache auch als „Doctor Hopping“, im Deutschen zuweilen auch als „Doctor Shopping“. Krankheitsängstliche versichern sich nicht nur bei Medizinern ihrer Gesundheit.

Vor dem Arztbesuch steht häufig die Rückversicherung bei Familienangehörigen und Freunden. Auch wenn die Patienten sich meist bewusst sind, dass die Rückversicherungen von Nicht-Medizinern nicht lange vorhalten, ist es für sie dennoch beruhigend zu erfahren, dass andere sie nicht für schwer krank halten oder ähnliche Symptome bereits auch schon einmal gehabt haben. Eine weitere Quelle von Rückversicherungen können Gesundheitsratgeber, Fachbücher, das Internet oder Servicenummern der Krankenkassen sein. Besonders das Internet erfreut sich zunehmender Popularität. Es trägt jedoch durch die Vielfältigkeit der Informationen zur massiven Verunsicherung der Patienten bei. Aufgrund der Relevanz, die dem Internet für die Aufrechterhaltung der Hypochondrie zugesprochen wird, wurde durch einige Forscher und zahlreiche Journalisten der Begriff „Cyberchondriasis“ (deutsch: Cyberchondrie) geprägt (Muse et al. 2012).

Mit der Zeit führen Rückversicherungen bei Personen häufig zu Folge-Schwierigkeiten: Die Patienten werden nicht nur bei Ärzten immer unbeliebter, sondern auch ggf. in ihrem Freundeskreis als „Hypochonder“ und „Nervensägen“ abgestempelt. Einige Patienten empfinden auch Schamgefühle, wenn sie andere Menschen wegen ihrer Ängste „belästigen“, wissen jedoch of t keinen anderen Weg im Umgang mit den Ängsten.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

 

 

Soziale Phobie

Soziale Phobie

Soziale Phobie Roth Mittelfranken

Ängste vor bestimmten sozialen Situationen sind weitverbreitet. Die meisten Menschen sind aufgeregt, wenn sie vor Publikum eine Rede halten müssen. Auch ein erstes Rendezvous wird kaum jemanden völlig kaltlassen. Solche emotionalen Reaktionen sind normal und durchaus zweckmäßig, denn sie motivieren dazu, sich anzustrengen und das Beste zu geben. Wenn sie jedoch sehr intensiv sind und im Alltag ständig auftreten, wird das Sozialverhalten der Betroffenen nicht optimiert, sondern eher beeinträchtigt. Entsprechende Situationen werden dadurch zunehmend als Belastung empfunden und mit der Zeit oft sogar vollständig gemieden, vor allem, wenn tatsächliche oder auch nur vermeintliche Misserfolgserlebnisse hinzukommen. Das hat nachweisbare negative Auswirkungen auf die Lebensqualität sozial ängstlicher Menschen, auf ihre berufliche und private Entwicklung. Ein Behandlungsbedarf ergibt sich vor allem natürlich dann, wenn die Ängste selbst das Ausmaß einer psychischen Störung annehmen und die Kriterien einer einschlägigen klinischen Diagnose erfüllen (s.   unten). Aber auch bei subklinischen Sozialängsten kann eine Intervention geboten sein, denn sie können bei der Aufrechterhaltung, Exazerbation, Rehabilitation und Prävention vieler Störungen eine wichtige Rolle spielen. Soziale Ängste können sich auf alle Arten zwischenmenschlicher Interaktion beziehen.

Durch die Klassifikationssysteme hat sich allerdings der Blickwinkel von Forschung und Praxis auf Ängste eingeengt, die als soziale Angststörung oder soziale Phobie bezeichnet werden.

Entscheidende Diagnosekriterien sind: anhaltende Angst des Patienten vor Situationen, in denen er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit anderer steht und befürchtet, etwas zu tun, was demütigend oder peinlich sein könnte. Beispiele:

  • Sprechen, Essen oder anderes Verhalten in der Öffentlichkeit,
  • Umgang mit Bekannten oder Fremden, Teilnahme an kleinen Gruppen wie bei Partys, Konferenzen usw.
  • Die gefürchteten Situationen werden gänzlich vermieden oder nur unter intensiver Angst durchgestanden.
  • Das Vermeidungsverhalten beeinträchtigt die berufliche Leistungsfähigkeit, die üblichen sozialen Aktivitäten/ Beziehungen oder verursacht ausgeprägtes Leiden.

Solche Ängste können sehr spezifisch sein und sich auf eine ganz bestimmte Art von Situationen beschränken (z.   B. Redeangst oder Lampenfieber vor öffentlichen Auftritten). Im Behandlungsalltag häufiger sind jedoch Patienten, deren Ängste sich auf mehrere verschiedenartige Sozialsituationen beziehen. Mindestens ein Fünftel der Gesamtbevölkerung fühlt sich in bestimmten Alltagssituationen durch Sozialängste beeinträchtigt. .

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

 

 

 

Hypnosepraxis in Roth

Hypnosepraxis in Roth

Hypnose Roth Mittelfranken

 

Herzlich willkommen in meiner Praxis!

Diagnostik und Hypnosetherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Region Roth Mittelfranken

Finden auch Sie mit meiner Hilfe zu Ihrer Zufriedenheit.

In meiner Psychotherapie-Praxis (Hypnose und Psychotherapie) finden Sie schnelle Hilfe bei allen Formen von Belastungen und Problemen:

  • Eifersucht, Verlassensangst, Liebeskummer, Treusein, Konflikte in der Partnerschaft oder Familie, Bindungsängste, Trennung, Trauer
  • Sexualstörungen (der Frau/des Mannes)
  • Psychosomatische Störungen: Atemnot, Globusgefühl, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, feuchte Hände, Engegefühl in der Brust, Herzrasen, Reizdarm, Reizblase, Tinnitus, Zähneknirschen
  • Depression, Freudlosigkeit, fehlende Lebensenergie
  • Nägelkauen
  • Kinderthemen (Konzentrations-Lernschwierigkeiten, Ängste, Nägelkauen) mit der auf Kindern spezialisierten MindTV-Methode

Ängste, Panikattacken und Phobien:

  • Lebensangst / Zukunftsängste
  • Verlassensangst / Verlustangst
  • Angst vor dem Alleinsein
  • Erythrophobie (Angst vor dem Erröten)
  • Spinnenangst
  • Panikattacken
  • Agoraphobie und Klaustrophobie
  • Soziale Phobien
  • Angst vor dem Autofahren
  • Flugangst
  • Prüfungsängste
  • Höhenangst

 

Individueller Sizungsablauf und Beratung in meiner Praxis

  • Ergänzend zu den klassischen Verfahren biete ich moderne, alternative Behandlungsmethoden an.
  • Das Vorgehen ist nicht reglementiert und bedarf keiner Anträge und Genehmigungen.
  • Es muss keine Krankheitsdiagnose veröffentlicht werden, die Behandlung ist gegenüber Dritten anonym.
  • Die Methoden sind als wirksam anerkannt.
  • Termine sind nach Dringlichkeit möglich und oft flexibel einzurichten.

 

Ängste Roth Psychotherapie

Fortbildung Hypnose Ängste und Zwänge in Nürnberg.

 


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Agoraphobie

Agoraphobie

Agoraphobie Psychotherapie in Roth.

Wenn Sie unter einer Agoraphobie leiden, kann dies sowohl mit als auch ohne Auftreten von Panikattacken einhergehen.
Das zentrale Problem ist aber Ihre Angst, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre
oder in denen sich beim Auftreten panikartiger Symptome keiner um Sie kümmern würde oder Hilfe nicht erreichbar
sein könnte.

Betroffene erleben in den gefürchteten Situationen möglicherweise auch körperliche Angstempfindungen wie Herzklopfen,
Pulsrasen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Zittern, Beklemmungsgefühle in Brust- und Herzgegend.

Ihnen kann in diesen Situationen schonmal schwindelig geworden oder auch ein Gefühl von Verzerrung der Umwelt
oder der eigenen Person begegnet sein. Sie haben in diesen angstauslösenden Situationen möglicherweise auch schon
mal Doppelbilder gesehen oder Gefühllosigkeit bzw.

Kribbeln in Händen und Armen erlebt. Vielleicht waren die
Symptome auch schon einmal so stark, dass der Gedanke auftrat, verrückt zu werden oder sogar zu sterben.
Im Gegensatz zu einer umgrenzten Panikstörung beziehen sich agoraphobische Ängste allerdings immer auf ein charakteristisches
Muster von Situationen, wie z. B. alleine außerhalb von zuhause zu sein, in Menschenmengen, Kaufhäusern,
Warteschlangen, auf Brücken zu stehen oder auf Reisenmit Bus, Zug oder Auto zu sein.

Diese Situationen werden vermieden oder sie werden nur mit deutlichem Unbehagen und mit der Angst vor dem
Auftreten einer Panikattacke oder panikähnlichen Symptomen ertragen oder können nur in Begleitung aufgesucht
werden.
Die Vermeidung ist hierbei das Leitsymptom. Dabei kann das Vermeidungsverhalten sehr offen zu Tage treten oder
aber auch versteckt sein und weder den Betroffenen selbst noch den Angehörigen zunächst auffallen.

So kann es sein, dass sich Agoraphobiker »einreden«, noch nie gerne U-Bahn, Bus oder auf der Autobahn mit dem
eigenen Auto gefahren zu sein.

Darum haben sie sich beispielsweise angewöhnt, statt Bahn zu fahren, sich von ihrem
Partner oder einer guten Freundin mit dem Auto fahren zu lassen. Oder sie fahren nur noch auf dem Beifahrersitz,

»weil ihre Frau schon immer die bessere Autofahrerin war«.

»Einkaufen kann man ja genauso gut online«

oder

»der Ehemann hat sich angewöhnt, die Einkäufe komplett zu übernehmen.

Sie haben möglicherweise auch andere – zunächst unsichtbare–Vermeidungsrituale entwickelt (Handy, Beruhigungsmittel,
Apotheken und Arztpraxen auf Ihrem Weg). Leider breitet sich auch das bestorganisierte Vermeidungsritual in der Regel im Laufe der Zeit immer weiter aus und die Erwartungsängste übertragen sich auf bisher als unbedenklich wahrgenommene Situationen. Dann wird der Freiheitsradius immer kleiner und die Abhängigkeit von anderen Menschen oder von Hilfsmitteln, die ein Sicherheitsgefühl vermitteln, immer größer.

Genau dort setzt unser Behandlungsangebot an, indem wir Sie unterstützen,
-Ihre körperlichen Symptome und Befürchtungen realistisch einzuschätzen;
-Ihre Katastrophenphantasien selbst in Frage zu stellen;
-IhreWahrnehmung gezielt zu beeinflussen;
-sich den bislang vermiedenen Situationen auszusetzen;
-die Erfahrung zu machen, dass Sie trotz Angst Ihr Kontrollerleben stärken,
-damit die körperlichen Symptome positiv im Sinne der Abschwächung regulieren und
-Ihren Bewegungsradius wieder zu vergrößern.

Ich möchten Ihnen dazu konkrete Techniken vermitteln, mit denen Sie Ihre Symptome bewältigen und die »Angst in
den Griff« bekommen können, sodass Ihr Leben nicht mehr von der Angst bestimmt wird.

Ich berate Sie dazu gerne in einem Erstgespräch.

Gesprächstherapie im Raum Nürnberg, Roth, Weißenburg

Gesprächstherapie im Raum Nürnberg, Roth, Weißenburg

Gesprächstherapie im Raum Nürnberg, Roth, Weißenburg.

Das humanistische Menschenbild der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie geht davon aus, dass der Mensch alles zu seiner Heilung, alles Notwendige, in sich trägt und so am besten in der Lage ist, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu erarbeiten und sich selbst zu aktualisieren.

Carl Rogers hat empirisch bewiesen, dass sich eine Person dann aus sich selbst heraus verändert, wenn ihr eine Beziehung angeboten wird, die von Annahme, Wärme, Einfühlungsbereitschaft, Verständnis und Echtheit getragen ist.

Unter diesen äußeren Bedingungen beginnt in der Person ein innerer Prozess hin zur Lösung und Ganzheit.Daraus folgerte Rogers, Psychotherapie müsse ein günstiges Klima für den gestörten Regelprozess schaffen.

Rogers fand heraus, dass eine Einstellungs- und Verhaltensänderung beim Klienten dann erfolgt, wenn der Therapeut drei Grundhaltungen zum Klienten lebt:

Die Kongruenz  (Echtheit) gegenüber dem Klienten als offenes Wahrnehmen des eigenen Erlebens als Therapeut, der mit dem Klienten in Beziehung steht.

Bedingungslose positive Wertschätzung gegenüber dem Klienten mit seinen Schwierigkeiten und Eigenheiten

Die Empathie als einfühlsames Verstehen der Welt und der Probleme aus Sicht des Klienten.

Ich gebe Ihnen eine vertrauensvollen Atmosphäre, eine hilfreiche Beziehung, die es Ihnen sehr schnell ermöglicht, angstfrei und kreativ an der Lösung Ihrer Bedürfnisse zu arbeiten.

Sie als Mensch, Ihre Gefühle, Wünsche, Wertvorstellungen und Ziele stehen immer im Mittelpunkt, meine Sichtweise tritt in den Hintergrund.

Ratschläge und Bewertung werden vermieden und durch nicht-direktives Verhalten, aktives Zuhören und Empathie ersetzt.

Dieser Prozess wird innerhalb unserer gemeinsamen Zeit vertieft und immer weiter gefördert.

Ihre Aktualisierungstendenz wird gefördert, Sie erreichen Ihr Selbstkonzept zurück, dass vielleicht durch äußere Bedingungen nicht mehr erreichbar war.

Diese Therapiemethode ist wissenschaftlich gründlich untersucht und sehr gut belegt.

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet.

Psychotherapie Roth: Dass auch psychosozialer Stress krank macht, wird durch diverse Studien nachgewiesen.

Es ist nachgewiesen, dass Stress molekulare Veränderungen an Körperzellen verursachen kann und das erhöhte Adrenalin und Noradrenalin Konzentrationen im Blut langfristig Gefäßschädigungen hervorrufen können, zeigt das psychische Belastungen durch fortwährende Hormonausschüttungen zu molekularen Zellkernveränderungen führt.

Inzwischen geht man davon aus, dass jede Erkrankung, zumindest teilweise auf Stressfaktoren, oder ihre Auswirkungen zurückgeführt werden kann, da diese als dauerhafte Reize das Immunsystem schwächen und so die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten erhöhen.

Stress ist für uns Menschen objektiv nicht fassbar, sondern entspringt dem mehr oder weniger realistischen Glauben, mit einer als wichtig erlebten Situation nicht angemessen umgehen zu können.

Das Stresserleben ist somit eng verknüpft mit der vermuteten Qualität einiger Bewältigungsstrategien und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit.

Einzelne Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und psychosomatischen Reaktionen, wie Magen-, Darm-, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Migräne, Muskelverspannungen,Gliederschmerzen usw.

Eine Behandlung erfolgt hier fachärztlich und psychotherapeutisch. Eine organische Ursache muss unbedingt ausgeschlossen werden, bevor meine Therapieansätze im Vordergrund stehen.

Hier ist es wichtig eine realistische Sichtweise auf die Beschwerden zusammen mit dem Betroffenen zu entwickeln das Krankheitsbild muss verstanden und vor allem akzeptiert werden, was erstmal schwer fällt, da die Einschränkungen vorhanden sind, der Arzt aber keine organisch-, körperliche Ursache findet, bzw. diese ausschließen kann.

Der Betroffene geht von Arzt zu Arzt, eine in der Regel mehrjährige Prozedur beginnt, bevor der Therapeut aufgesucht wird.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Wer darf Psychotherapie ausüben?

Wer darf Psychotherapie ausüben?

Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten in Roth

 

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

„Psychotherapie ist das methodische Handhaben psychologischer Verfahren auf emotionaler, kognitiver und verhaltensbezogener Ebene zur Therapie von psychischen oder psychosomatischen Störungen oder Bearbeitung von Lebensproblemen.“

(W. Frank)

Psychotherapie (griech.: Pflege der Seele) ist die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen mithilfe wissenschaftlich fundierter psychologischer Methoden durch verschiedene Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation.

Je nach der Form der Psychotherapie geht es bei der Klärung der Krankheitsursachen um die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten (z. B. Psychoanalyse, tiefenpsychologische Verfahren oder Gesprächstherapie), oder es wird der Bereich des bewussten Denkens, Empfindens und Handelns ergründet und durchleuchtet (z. B. Verhaltenstherapie).

Die Anwendung der Psychotherapie erfolgt durch ärztliche und psychologische Psychotherapeuten sowie durch Heilpraktiker für Psychotherapie.

Die Bezeichnung Psychotherapeut ist in Deutschland seit 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geschützt und darf nur von approbierten Therapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung ausgeübt werden.

 

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

1. Der Arzt / Psychiater – nach einem absolvierten Medizinstudium darf ein Arzt nach Abschluss einer Zusatzausbildung Psychotherapie betreiben. Die Berufsbezeichnung Psychiater steht für einen Mediziner, der eine 5-jährige Facharztausbildung für den Bereich Psychiatrie absolviert hat. Diese Berufsgruppe darf nach dem Abschluss Psychotherapie betreiben, beschäftigt sich aber in der Praxis hauptsächlich mit dem Thema der Medikamente (Psychopharmaka). Diese Berufsgruppen nennen sich auch „ärztliche Psychotherapeuten“.

2. Der Psychologische Psychotherapeut – ein studierter Psychologe kann nach erfolgreichem Studium eine 3-5-jährige Weiterbildung in einem sozialrechtlich anerkannten Therapieverfahren zum Psychologischen Psychotherapeuten absolvieren. Wie der Name schon sagt, nennt sich diese Berufsgruppe „Psychologischer Psychotherapeut“ und grenzt sich damit von den „ärztlichen Psychotherapeuten“ ab.

3. Der Heilpraktiker (Psychotherapie) – nach bestandener Überprüfung beim Gesundheitsamt dürfen Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis psychotherapeutisch tätig werden.

Während kassenärztlich zugelassende Psychotherapeuten in der Regel sozialrechtlich anerkannte Verfahren anwenden (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische Therapie) hat der Heilpraktiker für Psychotherapie Therapiefreiheit und kann somit seinen Patienten durch die Nutzung einer Integrativen Psychotherapie das auf die Patientenbedürfnisse abgestimmte Therapieangebot machen.

Diese Vorgehensweise stützt sich damit auch auf die aktuelle Psychotherapieforschung, die herausgefunden hat, dass es sinnvoll ist, aus verschiedenen Therapieverfahren bestimmte Interventionen herauszunehmen, um den größtmöglichen Nutzen für den Patienten zu erzielen.

4. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – sind gelernte Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder Lehrer mit anschließender Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.


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